Indikationslexikon
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Obstipation
Synonym oder ebenfalls zugeordneter Begriff:
Stuhlverstopfung

Eine Obstipation liegt dann vor, wenn die Stuhlfrequenz unter 3/Woche liegt. Der Stuhl ist hart; eine Entleerung ist nur durch starkes Pressen möglich. Sofern eine Dysfunktion des Gastrointestinaltraktes ausgeschlossen werden kann, entstehen Obstipationen durch eine Imbalance der zugeführten Ballaststoffmenge gegenüber der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge sowie durch mangelnde Bewegung. Auch Übergewicht, psychische Belastungen und Schwangerschaft können zur Darmträgheit führen.

Ernährungstherapie

Behandlungsziel ist der schrittweise Aufbau der erforderlichen Ballaststoffzufuhr (> 30 g/Tag) mit Hilfe ballaststoffreicher Lebensmittel. Dazu zählen Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst (auch bzw. insbesondere Trockenobst), die reichlich in den Speiseplan aufgenommen werden sollten. Eine Ballaststoffaufwertung kann auch durch den Einsatz von Kleie (20-50 g/Tag), Kleieprodukten oder Leinsamenschrot (20-50 g/Tag) erfolgen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Gabe von Ballaststoffäquivalenten (Lactulose, 30-150 g/Tag; Sorbit 15-40 g/d) oder anderen, osmotisch wirksamen Laxantien (Milchzucker, 20-40 g/Tag). Zu beachten ist in jedem Fall eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (> 1,5-2 l), wobei Kaffee, schwarzer Tee und Alkoholika aus der Flüssigkeitsbilanz entfallen.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Fortimel Energy Multi Fibre
Humana Comfort
Osmeral BS
Osmeral DS
SCHNEEKOPPE Cranberry Dinkel Müesli
SCHNEEKOPPE Leinsamen geschrotet
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