Indikationslexikon
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Säuglingskoliken

Bei den Säuglingskoliken handelt es um meist länger dauernde Schreiattacken junger Säuglinge. Sie treten gehäuft in den ersten drei Lebensmonaten auf, sodass sie auch als Trimenonkoliken bezeichnet werden. Nach Lothe werden folgende Kriterien und Symptome zugrunde gelegt:

Die Ursachen sind unterschiedlicher Herkunft. Diskutiert werden psychosoziale Faktoren, ein gestörtes Mutter-Kind-Verhältnis, eine fehlerhafte Ernährungstechnik und ein zu hohes Lactoseangebot in Bezug auf die Lactaseaktivität im Darm des Säuglings mit der Folge einer zu starken CO2-Entwicklung im Dickdarm. Studien zeigten zudem, dass Säuglingskoliken zu mindestens 10 % auf eine Kuhmilcheiweißintoleranz zurückzuführen sind.

Ernährungstherapie

Da eine Kuhmilchproteinintoleranz u.a. als Ursache für die Entstehung von Säuglingskoliken angesehen wird, kann durch eine kuhmilchproteinfreie Ernährung bzw. durch Ernährung mit extensivem Proteinhydrolysat, das zur Therapie von Nahrungsmittelallergien geeignet ist, Symptomfreiheit oder eine deutliche Symptombesserung erreicht werden. Jedoch kann es unter Umständen bei einer Umstellung von der Ernährung mit Säuglingsnahrungen auf Kuhmilchproteinbasis auf eine Sojanahrung zu keiner Besserung der Symptomatik kommen, da vielfach auch auf Sojaprotein allergisch reagiert wird.

Stillende Mütter sollten eine kuhmilchfreie Ernährung erwägen, wenn bei ihren gestillten Säuglingen Koliken auftreten. Kuhmilchproteine können in die Muttermilch übertreten und so Säuglingskoliken und andere Symptome der Kuhmilcheiweißallergie hervorrufen.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Humana Comfort
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