Indikationslexikon
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Leberzirrhose

Diffuse Desorganisation der normalen Leberstruktur durch regenerative Knötchen, die von fibrösem Gewebe umgeben sind. Betroffen ist die ganze Leber.

Ursache sind Infektionen, Toxine (Alkoholzerrhose), veränderter Immunstatus, Gallengangverschluss, Gefäßschäden u.a. Die Leberzirrhose entwickelt sich auch aufgrund bestehender anderer Lebererkrankungen, z. B. chronischer Hepatitis, aber auch aufgrund von Stoffwechselerkrankungen, z. B.  Glycogenosen, Galactosämie, Diabetes mellitus. Der Begriff kryptogene Zirrhose steht für eine Zirrhose unbekannter Ursache.

Ernährungstherapie

Grundlage der Ernährung bei Leberzirrhose ist die leichte Vollkost unter Vermeidung der Lebensmittel, die Unverträglichkeiten hervorrufen. Bei Fettunverträglichkeit wird das übliche Fett reduziert oder ggf. bei Fettintoleranz und Steatorrhoe (häufig bei biliärer Zirrhose) gegen Fette aus MCT-Fetten ausgetauscht. Das bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose häufig zu beobachtete Defizit an Vitaminen (bes. fettlösliche und Vitamine des B-Komplexes), Mineralstoffen und Spurenelementen ist durch eine ausreichende Zufuhr auszugleichen. Es besteht Alkoholkarenz.

Für die Ascites- und Oedembehandlung wird eine natriumarme Kost mit 3 g Kochsalz/Tag verwendet. Eine Flüssigkeitsrestriktion auf 750-1000 ml/Tag wird gefordert, wenn eine Verdünungshyponatriämie (Natriumserumkonzentration < 132 mmol/l) vorliegt.

Stellt sich eine hepatische (portosystemische) Enzephalopathie (PSE) ein, sind weitere diätetische Maßnahmen indiziert (siehe dort).

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Fresubin hepa
Fresubin hepa DRINK
Nutricomp® Hepa
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