Indikationslexikon
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Galactosämie
Synonym oder ebenfalls zugeordneter Begriff:
Galactoseintoleranz

Formen:

Typ I: Galactose-1-Phosphat-Uridyl-Transferasemangel,
Typ II: Galactokinasemangel,
Typ III: Galactoseepimerasedefekt.

Bei der Galactosämie (Häufigkeit sehr schwankend, im Durchschnitt 1: 50000) kann Galactose, ein Bestandteil des Milchzuckers, nach der Phosphorylierung nicht abgebaut werden. Infolge des Enzymmangels kommt es zum Aufstau von Galactose-1-Phosphat, das toxische Wirkungen hat. Typischerweise resultiert unter anderen Symptomen ein relativ bald einsetzender schwerer Leberschaden sowie Kataraktbildung.

Ernährungstherapie

Nach Frühdiagnose durch ein übliches Screeningverfahren ist eine sofort einsetzende streng galactosefreie Ernährung notwendig. Dies bedeutet den Ausschluss von Muttermilch, Milch und Milchprodukten sowie aller anderen galactose- und lactosehaltigen Produkte aus der Ernährung. Säuglinge erhalten galactosefreie, lactosefreie semi-elementare Säuglingsnahrungen.

Galactose kommt hauptsächlich als Baustein der Lactose (Milchzucker) in Milch und Milchprodukten vor. In geringen Mengen ist es Bestandteil pflanzlicher Oligosaccharide in Linsen, Erbsen, Bohnen, Sojamehl, Chicoree, Spinat, Roter Bete, Zuckerrübe, Kakaobohnen etc. In Fleisch ist Galactose in Hirn und Leber zu finden.

Aufgrund der weiten Anwendung von Lactose, Milchpulver, Molkenpulver etc. in Fertigprodukten wie Brot- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Fertigmehlmischungen, Fertigsuppen und -soßen etc., empfiehlt sich der generelle Verzicht dieser Produkte.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Alpro soya Cuisine
Alpro soya Dessert - Geschmack Feine Vanille
Alpro soya Drink Natural
Alpro soya Drink Natural fresh (gekühlt)
Alpro soya Joghurtalternative Natur
Alpro soya Joghurtalternative Vanille
Humana SL
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