Indikationslexikon
0-9ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
HIV/Aids
Synonym oder ebenfalls zugeordneter Begriff:
Aids

HIV: Abkürzung für human immunodeficiency virus.

AIDS: Abkürzung für acquired immune deficiency syndrome (erworbenes Immundefektsyndrom)

Die Immunschwächekrankheit wird durch HIV-Viren ausgelöst, die die besonders abwehrstarken Helferzellen T4-Lymphozyten befallen und zerstören. Es kommt zu einer Verringerung der Anzahl von Helferzellen unter 250/µl und damit zu einer Verminderung der zellulären Immunität. Es treten im Verlauf der Erkrankung gehäuft Infektionen mit opportunistischen Erregern und Parasiten auf sowie spezifische Malignome wie Kaposi-Sarkom und Lymphome. Nach der Infektion mit dem HI-Virus vergehen oft Jahre, bis die ersten Krankheitszeichen in Erscheinung treten.

Ernährungstherapie

Aufgrund unzureichender Nahrungsaufnahme, erhöhtem intestinalen Nährstoffverlust und erhöhtem Nährstoffbedarf kommt es bei mehr als 90 % aller Patienten im Laufe der Erkrankung zu einer Mangelernährung. Folgende Hinweise auf eine Ernährungsstörung sind schon im Frühstadium nachzuweisen:

Die Abnahme der Körperzellmasse zusammen mit dem Gewichtsverlust wird auch als Wasting-Syndrom bezeichnet. In späteren Stadien finden sich die üblichen Zeichen der Protein-Energie-Malnutrition, wie Reduktion des Körpergewichtes, der Körperfettmasse, der Körperzellmasse und der kurzlebigen Plasmaproteine.

Die Ernährungstherapie verfolgt folgende Ziele: Nach den bisherigen Kenntnissen der Wissenschaft gibt es keine spezielle AIDS-Diät. Grundlage der Ernährungsempfehlungen ist die vollwertige Ernährung nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Bei Auftreten von Ernährungsproblemen (Appetitlosigkeit, Diarrhoe, Übelkeit/Erbrechen, Fettverwertungsstörungen, AIDS assoziierte Enteropathien etc.) müssen diese gesondert behandelt werden. Generell können jedoch folgende Hinweise gegeben werden:

Asymptomatische Phase

Vollwertige Ernährung nach den Richtlinien der DGE

Symptomatische Phase

Mit Fortschreiten des Immundefektes kommen nachfolgende Ernährungstherapien zum Einsatz: Orale, enterale oder parenterale Ernährung kann bei Bedarf parallel eingesetzt werden.

Immunonutrition

Glutamin, Arginin, RNA-Nukleotide und Omega-3-Fettsäuren weisen positive immunstimulierende Wirkung auf. Für HIV- und AIDS-Patienten werden daher Nahrungen mit diesen Substanzen angeboten.

Es wird vermutet, dass ein Glutaminmangel zu einer Immunsuppression führen kann. In vitro zeigte sich, dass ein Mangel an dieser Aminosäure die Funktion verschiedener Immunzellen beeinträchtigt.

Arginin verbessert die zelluläre Immunität und führt im Tierversuch zur Zunahme der Thymusgröße, der Lymphozytenanzahl und -proliferation, der Makrophagen und Natural-Killer-Zellen.

RNA-Nukleotide stimulieren die Proliferation und Differenzierung von Lymphozyten. Eine nukleotidfreie Diät führt zu einer Zunahme der Immunsuppression.

Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure beeinflussen die Monozytenfunktion. Sie reduzieren die Synthese von Prostaglandin-E2, des Tumornekrosefaktors und von Interleukin-1.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Calshake
Fortimel Compact
Fortimel Compact Fibre
Fortimel Creme
Fortimel Energy
Fortimel Energy Multi Fibre
Fortimel Fruit
Fortimel Yoghurt Style
Frebini energy
Frebini energy DRINK
Frebini energy fibre
Frebini energy fibre DRINK
Frebini original
Fresubin 2 kcal DRINK
Fresubin 2 kcal fibre DRINK
Fresubin Crème
Fresubin energy DRINK
Fresubin energy fibre DRINK
Fresubin original DRINK
Fresubin YOcrème
Glutamine Plus
MILKRAFT® Aufbaunahrung NEUTRAL
MILKRAFT® Trinkmahlzeit (Frucht)
MILKRAFT® Trinkmahlzeit (Vanille,Schoko)
Nutilis Complete
Nutricomp® D
Nutricomp® Drink Plus
Nutricomp® Energy
Nutricomp® Energy Fibre
Nutricomp® Peptid
Nutricomp® Soy Fibre
Nutricomp® Standard
Nutricomp® Standard Fibre
Supportan
<<< zurück